FUSSHÖLZER
Zusammen mit der Sängerin und Geigerin Rike Kohlhepp habe ich Fußhölzer entwickelt, die die Körperhaltung beim Spielen und Singen verbessern und dadurch den Klang und die Projektion nach außen verstärken.

Fußholz Seitenansicht

links – Fußhölzer – rechts
Fußhölzer für MusikerInnen
Eine Unterstützung des klanglichen Potentials
bei SängerInnen und stehenden InstrumentalistInnen
Diese Fußhölzer wurden für MusikerInnen entwickelt. Sie schaffen Bedingungen, die einen volleren Klang ermög-lichen, im Gesang, für Blasinstrumente und Streicher. Sie können zum Üben benutzt werden und sind im Instrumental- und Gesangunterricht einsetzbar, um über die Fußgewölbe Veränderungen im gesamten Körper herbeizuführen.
Indem man sich auf die Hölzer stellt, werden die Fußsohlen gedehnt, es wird dabei das Längs- und das Quergewölbe unterstützt. Indem eine Dehnung an einer Stelle im Körper stattfindet, verändert sich in der Muskulatur der Muskeltonus.
Über eine nachgebende Situation, die man über diese Dehnung erreicht, kann das Zusammenspiel von Agonist und Antagonist in der Muskulatur differenzierter statt-finden, denn der Antagonist braucht einen Tonus, damit der Agonist gut arbeiten kann. Von den Füßen aus reagiert der Körper in der Aufrichtungsmuskulatur auf diese Dehnung, in Abhängigkeit dazu reagiert die Atmung, da sich die Rippen in Bezug zur Wirbelsäule erweitern.
Bei der Benutzung der Hölzer sollte man folgendes be-achten:
Man lege die Hölzer auf den Boden und orientiere sich an rechts und links, die mit L und R ins Holz eingraviert sind. Die Hölzer sollten genau parallel auf dem Boden liegen, sodass man hüftbreit darauf zu stehen kommt. Hüftbreit bedeutet, man orientiert sich am Hüftgelenk.
Um die Wirkung zu testen, vergleiche man sein Spiel oder den Gesang erst normal auf dem Boden stehend und dann auf den Hölzern spielend oder singend. Steht man schon länger auf den Hölzern und vergleicht dann mit dem normalen Stand, wird man feststellen, dass der Unterschied weniger wird, weil das „System“ sehr schnell lernt.
Meist wird der Fuß die Wölbung dankbar genießen. Sollte das nicht der Fall sein, gehe man freundlich mit sich um und gewöhne den Fuß sanft über kürzere Phasen an diese neue sich dehnende Stellung, bis die Füße bereit sind, sich an das Holz anzuschmiegen. Auch wenn man im gewohn-ten Stand die Fußzehen in Bezug zur Ferse nach außen richtet und sich das parallele Stehen unangenehm anfühlt, kann man das langsam in eine parallele Fußstellung verändern.
Man übe etwa 10 Minuten auf den Hölzern und stelle sich dann normal auf den Boden. Man wird feststellen, dass die Wölbung im Fuß so aktiviert wurde, dass man die Höhlung unter dem Fuß deutlich oder deutlicher erlebt und man nun anders auf dem Boden steht und das Gewicht des Körpers viel besser zum Boden hin abgeben kann, sodass sich die Aufrichtung nun in Bezug zum Boden organisiert.
Ein weiterer wirkender Faktor ist, dass nun das Körpergewicht gleichmäßig auf die Füße verteilt ist, auch das spielt eine den Klang fördernde Rolle. Der Stand wird dadurch stabiler; auch ein unruhiges Stehverhalten kann damit positiv beeinflusst werden. Außerdem kommt man auf den gewölbten Hölzern auch in einen leicht balan-cierten Stand. Dies fördert direkt einen aktiveren Brust-korb. Wie oben schon angedeutet, wird das Becken in Bezug zu den Füßen ausgerichtet; dies ist eine große Hilfe bei asymmetrischen Haltungen, wie sie beispielsweise Geige oder Querflöte verlangen, wo wir oft unbemerkte, belastende Rotationen im Körper beobachten können. Allein schon diese Ausrichtung erleichtert alles, was oben drüber passiert oder passieren soll.
Eine Beckenkippung für eine Aufrichtung der Lenden-wirbelsäule ist auf den Hölzern erleichtert, sodass man Tendenzen des Hohlkreuzes entgegenwirken kann. Wenn die Wirbelsäule sich aufrichtet, die Rippen reagieren dürfen, sind wir direkt am Zwerchfell, das besser arbeiten kann. Wir haben über die Aufrichtung und Atmung eine bessere Situation für die Bewegung bei Streichinstrumen-ten, für Atmung und Ansatz bei Blasinstrumenten, gute Voraussetzungen für Aufrichtung, Atmung, Atemweg, Vokaltrakt-Situation und direkt Stimmlippenfunktion im Gesang.
Die Fußhölzer führen zu einer neuen Erfahrung, stellen Ge-wohnheiten in Frage, und zeigen dabei gleichzeitig eine Richtung auf und regen dadurch an und erleichtern die Möglichkeit etwas zu verändern. Natürlich sollte man sehr bedacht sein die Hölzer zu einem Zeitpunkt beginnend einzusetzen, wenn auch die Bereitschaft vorhanden ist, Veränderungen zuzulassen.
Entstanden ist die Entwicklung dieser Fußhölzer aus der Zusammenarbeit mit der Geigerin und Sängerin Rike Kohlhepp und deren Wünschen und Erfahrungen. Sie vertritt das Potential Oriented Vocal Training, eine funktionale Methode, die auf der Forschungsarbeit des amerikanischen Stimmforschers und Gesangspädagogen Eugen Rabine basiert.
Das Wissen und die Forschungsarbeit im Geigenbau bilden die Grundlage und die Besonderheit dieser Fußhölzer: Ihre Herstellung berücksichtigt die klanglichen Eigenschaften und die Wachstumsrichtung des Holzes, verschiedene Holzsorten und deren Kombination.
Zu beziehen über:
Geigenbaumeister
Ralf Schumann
Untere Gasse 20
79244 Münstertal
07636 / 77 77 3
info < ät > geigenbau-schumann.de
Bei Fragen zur Anwendung melden Sie sich gerne bei:
Geigerin und Sängerin
Rike Kohlhepp
0711 / 91 29 50 39
0163 / 17 22 56 7
www.rike-kohlhepp.de
rike.kohlhepp < ät > posteo.de
